Haha … was für ein lustiges Wortspiel. Aber, liebe Leser, ich muss euch enttäuschen: es geht hier um einen Exkurs. Alles andere mache ich auf Anfrage zum Thema.
Urlaub, was ist Urlaub? Was mich betrifft, ging so etwas meist an mit vorbei. Oft habe ich es nicht geschafft, richtig Urlaub zu machen. Und lange schon gar nicht! Wollt ihr wissen, wie oft? Das lässt sich schnell und einfach aufzählen. Und nicht zuletzt deswegen ist es höchste Eisenbahn, mal raus zu kommen!!!
Meine frühesten Erinnerungen gehen zurück, da war ich ungefähr 3 Jahre alt. Da ging’s nach Dänemark. Wowh! Und das nicht zum letzten Mal. das dritte mal war im Jahre 1986. Das Wetter war scheiße, ich war 8 und der Familienurlaub im Häuschen wurde frühzeitig abgebrochen. Meine Eltern hatten dann wohl genug von der See und buchten ein Jahr darauf einen Hotelurlaub am „Zahmen Kaiser“ – das liegt in den Alpen, Österreich, Walchsee. Den Rest kann man googeln. Die 2 Wochen mit Gebirgspanorama und ausgewählten Touren war wirklich gut. Der erste Kontakt zu den Alpen auch, ebenso stand München auf dem Reiseplan. Doch das Jahr darauf – 1988 – sollte das noch übertreffen und für lange Zeit der letzte Urlaub dieser Art sein: Südfrankreich! Mittelmeer!
Argelès-sur-Mer über Ostern. Das Meer war zwar noch zu kalt, ich zu jung fürs Nachtleben, aber als Kind findet man genug, was interessant ist. Und der kurze Ausflug nach Spanien kam ja auch noch hinzu. Und dann? Dann begann die Zeit des Feriencamps. 1989, 1990, 1991 gings immer für 2 satte Wochen nach Dahme an die Ostsee. Dort lernte ich die ersten Schritt auf Musik zu machen und auch, wie man sich bei Mädchen einschmeicheln kann.
Im Jahre 1992 folgte ein Wiedersehen mit den Alpen, während mein Bruder ein viertes Mal ans Meer fuhr. Doch unvergessen bleibt für mich das Leutaschtal und einige luftige Touren durch Fels und Stein. Im gleichen Jahr ging es auch nach Frankreich zum Schüleraustausch und die erste Freundin … aber das ist ein anderes Thema. In 1993 gehörte ich in Dahme bereits zu den ältesten und das ging auch nicht an den weiblichen Teilnehmerinnen vorbei. Doch warum musste ich in die falsche verknallt sein? Huch, schon wieder abgeschweift. Aber ich muss nun schon in meinem Gedächtnis graben, um alle weiteren Urlaubsreisen auf die Reihe zu bekommen. In 2004 ging es erneut in die Alpen, diesmal auf schwierige Routen durch die Dolomiten, da ich da schon recht gut klettern konnte. An die Tour 2006 im Wettersteingebirge kann ich mich auch noch gut erinnern, doch dann? Urlaub? Ist eine Klettertour dem unter zu ordnen? Wenn nicht und wenn ich das Zeltlager mal aus dem Spiel lassen, falle ich auf das Jahr 1988 zurück. Seit dem hieß es nur noch lernen, arbeiten, lernen.
Versteht mich nicht falsch: es hat nicht an Motivation, Lust oder Geld gemangelt. Die einzige Währung die ich nicht parat hatte war ZEIT! Selbst das Wiedersehen von Dahme in 2001 war ein Job für mich, auch wenn ich mich zum Leidwesen der Kollegen nicht immer so verhalten habe. (Die Rede ist von dem Job als Betreuer im o.g. Zeltlager.) In diesem Jahr 2001 war ich noch für 3 Tage auf Femarn – wunderschön – doch Urlaub? 5 Tage Dänemark in 2004 holen da auch wenig raus, auch wenn es damals für mich der längste Urlaub seit Langem war. Und eine Woche Heimat ist ja wohl nicht mit Urlaub zu vergleichen, oder?
Nun, es wird höchste Zeit für mehr. Andere haben schon die Welt gesehen und ich stieg das erste Mal in ein Linienflugzeug in 2007 um eine Woche in Madrid zu sein. DAS war Urlaub. Eine weitere Woche Madrid folge über Silvester 2008 was ebenso als solcher gewertet werden darf. Wer zählt mit?Doch nun soll es noch weiter von zuhause weg gehen – die meisten dürften lachen – es geht nach Portugal. Ja, ich weiß, das ist immer noch Europa. Doch lieber dieses richtig kennen als morgens in Thailand mit einem Handtuch eine Liege reservieren. Für mich das Sinnbild spießigem Abschaums.
Und im Lissabon sind es 30°C warm. Was will man im Oktober mehr?