Ich habe neulich vom netten Dreh in Berlin geschrieben. Nun, danach war natürlich eine „Ruhepause“ angesagt … äh … nun, ich musste mich natürlich entspannen. Und das kann man am besten auf dem Oktoberfest! Da ging es gleich hin, am 26. September um genau zu sein. Und da meine bessere Hälfte dafür extra ein Dirdl für sich organisiert hatte musste ich selbst auch in eine Tracht schlüpfen. Doch das Besorgen einer Lederhose war gar nicht so einfach.
Vor dem Snickers-Dreh habe ich vorsorglich ebay nach einer günstigen Lederhose durchsucht und fand promt ein Angebot, welches mir zusagte. Ich bestelle das gute Stück, ließ es direkt nach München liefern, wo es für mich bereitlag, sobald ich aus Berlin (über Stuttgart) angereist kam. Doch ich habe da eine Kleinigkeit verwechselt: nä(h)mlich Weite mit Größe. Diese beiden Zahlen geben leider nicht das gleiche an! Und somit wartete in München eine Hose auf mich, die gerade mal einen Arm von mir zieren würde. Also ging die Suche erneut los, gleich nachdem ich die bayerische Hauptstadt erreicht hatte. Doch die Hosen vorort haben einen etwas anderen Preis als bei einer Online-Auktion. Und mit dem Naherücken des Ladenschlusses wurde meine Geduld strapaziert – bis mir letzten endlich der Preis egal war. Für 160 Euro machte ich dann einen freundlichen Türken glücklich, der allerhand Geschick beim Verkauf bewies. Normalerweise kosten solche Ledertrachten zwischen 300 und 400 Euro … okay … doch wann trage ich schon sowas??? Eins war jedoch klar: während der nächsten 2 Tage.
Zusammengefasst verliefen diese Tage so: feiern, saufen, Geld ausgeben. Das Essen, die Getränke, alles möglichst überteuert – aber man hat’s wohl schwer im Leben. Dumm nur, dass ich ausgerechnet den ganzen Sonntag blieb, was nicht geplant war. Das Opfer dafür: die Bundestagswahl. Die fand an dem Wochenende statt und ich wollte eigentlich wählen gehen. Doch München ist etwas weit von Ludwigsburg entfernt und für eine Briefwahl war es zu spät. Somit muss ich als Nichtwähler outen. Sorry, liebe Leser. Im Nachhinein kann man es als Protest gegenüber der geheuchelten Politiklandschaft auslegen, doch letztlich war die Lederhose dran Schuld … und alles, was da mit dranhing.