Sebastian Weimann Blog & Co.

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Der Nichtwähler in der Lederhose September 30, 2009

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Ich habe neulich vom netten Dreh in Berlin geschrieben. Nun, danach war natürlich eine „Ruhepause“ angesagt … äh … nun, ich musste mich natürlich entspannen. Und das kann man am besten auf dem Oktoberfest! Da ging es gleich hin, am 26. September um genau zu sein. Und da meine bessere Hälfte dafür extra ein Dirdl für sich organisiert hatte musste ich selbst auch in eine Tracht schlüpfen. Doch das Besorgen einer Lederhose war gar nicht so einfach.

Vor dem Snickers-Dreh habe ich vorsorglich ebay nach einer günstigen Lederhose durchsucht und fand promt ein Angebot, welches mir zusagte. Ich bestelle das gute Stück, ließ es direkt nach München liefern, wo es für mich bereitlag, sobald ich aus Berlin (über Stuttgart) angereist kam. Doch ich habe da eine Kleinigkeit verwechselt: nä(h)mlich Weite mit Größe. Diese beiden Zahlen geben leider nicht das gleiche an! Und somit wartete in München eine Hose auf mich, die gerade mal einen Arm von mir zieren würde. Also ging die Suche erneut los, gleich nachdem ich die bayerische Hauptstadt erreicht hatte. Doch die Hosen vorort haben einen etwas anderen Preis als bei einer Online-Auktion. Und mit dem Naherücken des Ladenschlusses wurde meine Geduld strapaziert – bis mir letzten endlich der Preis egal war. Für 160 Euro machte ich dann einen freundlichen Türken glücklich, der allerhand Geschick beim Verkauf bewies. Normalerweise kosten solche Ledertrachten zwischen 300 und 400 Euro … okay … doch wann trage ich schon sowas??? Eins war jedoch klar: während der nächsten 2 Tage.

Zusammengefasst verliefen diese Tage so: feiern, saufen, Geld ausgeben. Das Essen, die Getränke, alles möglichst überteuert – aber man hat’s wohl schwer im Leben. Dumm nur, dass ich ausgerechnet den ganzen Sonntag blieb, was nicht geplant war. Das Opfer dafür: die Bundestagswahl. Die fand an dem Wochenende statt und ich wollte eigentlich wählen gehen. Doch München ist etwas weit von Ludwigsburg entfernt und für eine Briefwahl war es zu spät. Somit muss ich als Nichtwähler outen. Sorry, liebe Leser. Im Nachhinein kann man es als Protest gegenüber der geheuchelten Politiklandschaft auslegen, doch letztlich war die Lederhose dran Schuld … und alles, was da mit dranhing.

 

Von Süßigkeiten, einer Axt und einem alten Flugplatz September 26, 2009

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War das ein Sommer! Er war ja nicht allzu heiß, aber lang genug um als vollwertiger Sommer im Gedächtnis zu bleiben. Für Urlaub blieb da keine Zeit, weswegen der Sommer kurzerhand verlängert wird. Doch dazu ein anderes Mal.

Was mich hauptsächlich in den Sommermonaten beschäftigte, waren 4 verschiedene Baustellen, die – anders kanns ja nicht sein – noch nicht ganz angeschlossen sind. Fange ich doch mal chronologisch nach Arbeitsbeginn an:

W.O.O.M.B.A.T. ist das längste Projekt, dessen Fertigstellung zwar jetzt offiziell bestätigt wurde, was jedoch nicht bedeutet, dass es ad acta gelegt wird. Da steckt noch mehr hinter dieser „world organisazion of mans bettering after thinking“. Ja, liebe Anglizistiker, der Fehler in diesem clain ist Absicht. Es handelt sich dort um eine Gruppe einfacher „Bürger“, die die Welt verbessern will. Doch dazu kann man vieles schreiben – es wurde auch viel geschrieben – doch besser man schaut es sich an und macht mit, mehr möchte ich dazu nicht sagen. Nur: es hat viel Zeit und Arbeit gekostet.

Seit März wird an einem Image-Filmchen für ein Unterrichtsfach gebastelt. Denn seit ca. einem Jahr müssen einige Hauptschüler in Heppenheim dem Fach „Glück“ beiwohnen. Nun, der Film wurde von Gymnasiasten umgesetzt, was ein interessantes Spannungsfeld ergibt, welches ein eigener Film wert wäre. Doch gerade Oberstufler haben nicht die Zeit der Welt und der Premierentermin rückt unaufhaltsam näher. Auf ans Schnittpult, lieber Sebastian.

Doch neben dem freiwilligen notenlosen Studium und dem freiwilligen notenlosen Job gibt es ja noch das benotete Studium! Hoppla, da habe ich groß 3 Werbespots angekündigt. Es wurden nun auch 3 gedreht, gottseidank, doch die letzten beiden fasse ich zu einem zusammen, weswegen ich noch einen zu produzieren habe. DANN gehts in die große weite Welt! Doch nun zu den Spots. Snickers sollte es sein, doch VIVIL wurde es. Zeit, Geld, Personal, die üblichen Umentscheidungsfaktoren. Snickers wurde auf Eis gelegt und stattdessen an einem Tag im schönen Stuttgarter Rosensteinpark gedreht. Eine Axt schwingende Amazone springt hinter einem Baum hervor und öffnet einem verdutzten Parkbesucher die Packung mit den Schokopralinen. Ja, VIVIL stellt nicht nur Pfefferminzzeugs her, sondern auch andere Leckereien. Jedenfalls war der Tag rund, zum Glück auch nicht zu lang, da der Regen dem Dreh die Schranken wies. Ende Gelände.

Mein Lieblingsschokoriegel ist und bleib jedoch SNICKERS! Selbst nach dem Dreh und nach der Absage von finanzieller Unterstützung durch die Mars GmbH. Die haben ja nach gerade mal 3 Anschreiben geantwortet. Aber es gibt noch andere Niederlassungen auf diesem kleinen Planeten … Zurück zum Dreh: der fand in Berlin statt und nicht selten wurde ich gefragt, warum ausgerechnet dort? „Wegen Personalkosten“ war grob meine Antwort. Doch so einfach war das gar nicht mit dem Personal, wurden die Schauspieler alles doch recht kurzfristig herangezogen. Die weniger transparente jedoch gute Arbeit der Hauptstadt-Produktionsmitarbeiter ermöglichte die Umsetzung von 5 zusammenhängenden Werbespots. Anstrengende Drehtage inklusive, jedoch mit Happy End – auch was das finanzielle angeht, denn wir dachten schon, das Budget wäre gnadenlos überzogen worden. Doch harten Einsparen, abgeschaut aus der Politik, machte alles möglich.Und nebenbei lernte ich den wohl abgeschiedensten Flugplatz Deutschlands kennen. Zwar unweit von Potsdam, doch ohne einen Geländewagen nur schwer zugänglich. Den LKW hat’s gefreut. Amen.

Soweit die 4 Projekte. Alle sind nun in der Postproduktionsphase und die dauert ja bekanntlich ein wenig. Ich bleibe dran.