Ja, ich weiß, ich bin ein fauler Blogger. Und besonders informativ bin ich auch nicht. Ungern fange ich Dialoge an – doch gibt man mir ein Thema, dann bin ich nicht mehr zu bremsen.
Diesmal will ich aber wieder was schreiben. Nicht über Weihnachten, nicht über Silvester, was ich in Madrid gefeiert habe und auch nichts über die viele Arbeit in Interaktive Medien, die immer noch so interessant ist. Nein, darüber wollte ich schreiben, dass ist aber auf der Strecke geblieben und nun nicht mehr aktuell. Ich will über einen Elefanten schreiben. Und über Snickers.
Im Januar verlor ich wenig Zeit, mich mit meiner neuen Aufgabe zu beschäftigen: einen Werbespot an Land zu ziehen. Für mein Diplom soll gleich 3 produzieren, sogar recht aufwändig, sonst bin ich das Zeugnis nicht wert. Na gut, dachte ich mir, dann mal los! Die Sparkasse sollte es werden. Ein Werbespot fürs heimische Kino. Klingt gut, ist gut! Ist mehr als ich anfangs dachte. Denn aus der kleinen Idee wuchs eine beachtliche Geschichte, und als dann das 20-köpfige Team mit über 30 Komparsen die ganze Kreissparkasse auf den Kopf stelle war mir klar, dass Werbung machen völlig anders ist, als man sich beim Schauen denken mag.
Und dann kam der Elefant. Der Elefant in der Sparkasse. Leute, dass müsst ihr sehen – es ist zum schreien! Geschrien hat auch jemand, nämlich der Schauspieler, der einen Marketingmanager mimte, der seltsame Verbesserungsvorschläge einführen will. Daher auch der Elefant. Doch das Schreien wurde letztlich nicht als solches aufgenommen. Der Ton war zu leiste eingestellt. Nun entscheidet sich in der Postproduktion, ob nachsynchronisiert werden muss oder ob sich das Rauschen beim Hochpegeln in Grenzen hält.
Alles verstanden? Wenn nicht, auch nicht schlimm. Dem Elefanten geht es wieder gut, am Dienstag war er im Kasten und nun hoffen wir, dass der Vorstand mit uns einer Meinung ist: dass der Spot super ist! 8 andere Regisseure hoffen das jedoch auch, also bleibt es spannend.
Weniger Spannung kommt auf, wenn kein Konkurrenzdruck seine Runden zieht. So auch beim nächsten Werbespot, den ich produzieren möchte. Er handelt von der Speise, die ich am liebsten verdrücke: Snickers. Geld werde die dafür bestimmt nicht geben, doch die Hoffnung stirbt zuletzt und vielleicht sieht dieser Vorstand schnell ein, dass sie diesen Spot brauchen. Immerhin ist es ein Schnäppchen für die, ihn zu bekommen. Und dann auch noch von jungen Profis mit viel Liebe zubereitet … das muss doch klappen! Diese Woche verschaffe mir jedenfalls Gewissheit. Und wenn ich nicht mehr so faul bin, dann wird das Ergebnis auch hier veröffentlicht. Ciao