Arbeit! Arbeit! Arbeit! Während so manch einer keine hat, habe ich zuviel. Und was haben wir gemeinsam? Ja, wir werden auch nicht bezahlt. Heute habe ich die Schlüssel meiner bisherigen Geldeinnahmequelle abgegeben: die Schlüssel zum Requisitenlager. Der Prozess war recht simpel, aber dahinter steckte viel, denn ich habe den Job gern gemacht. Klar, Studium ist wichtiger, soll ja ein großer Filmemacher aus mir werden – aber auch so kleine Jobs gehören zum Leben und ich will nicht in Arroganz verfallen und ihn abwerten. Es hat Spaß gemacht. Und irgendwie war es auch nützlich, denn so lernte ich die meisten Studenten an der Filmakademie kennen. Ich hoffe, ich bleibe in positiver Erinnerung.
Ebenso schwierig ist die Auftragslage in meiner Werbegrafik-Abteilung. Mein anderer Arbeitgeber hat einen Sparkurs eingeschlagen und sieht von weiteren Flyern ab. Okay … damit ist meine Verdienstquelle versiegt. Nullkommanix. Doch wie es nicht anders sein kann: es gibt immernoch genug zu tun. So viel, dass ich mich nichtmal um einen Job kümmern kann. Eine Falle.
Da wäre einmal das Monatsprojekt „Game Design“. Hier bin ich mit 3 Kommilitonen dabei, ein Brettspiel zu entwickeln. Anfang Mai sollen wir einen gut funktionierenden Prototypen vorstellen, mit dem man sich bei Spieleherstellern bewerben könnte. Mit dem Holz, welches ich heute im Baumarkt gekauft und geschenkt bekommen habe, werde ich morgen ein paar Gegenstände basteln, die für das Spiel geeignet sind. Mehr wird nicht verraten.
Und wie es an einer Filmakademie so ist: hier entstehen Filme. Und das jährliche Festival steht an. Das muss auch noch organisiert werden. Einige Fäden laufen derzeit bei mir zusammen, was die Sache nicht leichter macht. Zum einen die Hauptveranstaltung, von der ich die DVD samt Menü, Booklet usw. gestalte und zum anderen die Parallelveranstaltung, die ich derzeit koordiniere. Gut, dass ich noch einen Monat Luft habe … für die Koordination – die DVD sollte längst fertig sein.
Was klage ich, schließlich müssen noch genug andere Dinge erledigt werden: mein Mieter will den neuen Vertrag und eine Abrechnung, die WG will ordentlich organisiert und eingerichtet werden, Fernstudium, Geburtstagsfeier, diverse Projektabschlüsse, DVD-Designs usw. usf. es gibt viel zu tun. Möglichst bis Donnerstag oder gestern, wie immer.
Soweit der Stand der Dinge. Packen wir es an. Vielleicht kann ich meinen Enkeln dann davon erzählen. Ciao