Sebastian Weimann Blog & Co.

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“Der Sinn des Lebens” oder “Die Freiheit” April 21, 2009

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Letztens habe ich einen Text über das Glück veröffentlicht. Zur gleichen Zeit, als ich diesen verfasste, entstand auch ein Text über die Freiheit. Grund für beide Texte war eine Vorlesung zum Thema “Der Sinn des Lebens”. Natürlich existiert auch dazu ein Text, doch für den Block ist er nicht reif genug. Hier der Original-Text über die Freiheit:

Abhandlung über die Freiheit

Fragt man sich über den Sinn des Lebens, so sind Überlegungen über das Streben nach Freiheit unumgänglich. Doch was genau ist Freiheit?

Stell dir vor, dir würde die ganze Welt gehören. Du allein könntest tun und lassen was du wolltest. Was würdest du tun?

Würdest du den ganzen Tag rumliegen und dich füttern lassen? Liegen ist schließlich die bequemste Haltung, bei welcher man sich nicht bewegen muss. Füttern bedeutet, dass man sich nicht die Mühe machen muss, also sich nicht bewegen, um Nahrung zu beschaffen. Diese Freiheit wäre also, dass man sich nicht rühren muss, um zu überleben.

Oder würdest du überall hin reisen, die Welt kennen lernen wollen? Die Technik macht’s möglich! Du könntest dich ins Weltall schießen lassen, um die Erde von außen betrachten zu können oder Palmenstrände erkunden, auf Bergen rumkraxeln und die Meere erforschen. Der Mensch hat, wenn ihn erst die Neugier gepackt hat, einen gigantischen Wissensdurst. Leider gibt es auch genügend, die auf Wissen keinen Anspruch haben wollen. Ob dann auch die Lust besteht, die Welt kennen zu lernen?

Würdest du Geld, Gold und Diamanten anhäufen, darin baden wie Dagobert Duck? Wäre für dich der greifbare materielle Besitz das A und O im Leben? Wenn du begreifst, dass dir ALLES gehört, würdest du trotzdem die wertvollsten Sachen zusammenhorten? Damit würde man vor allem den anderen zeigen wollen, dass man vermögend ist. Geld allein kann ja vielleicht glücklich machen.

Oder gibst du es in großen Mengen aus? Aber halt – wenn dir alles gehört, musst du nix bezahlen. Vielleicht lässt du dir also alles beschaffen: eine Villa mit Pool und toller Aussicht, eine Yacht im eigenen Hafen, ein Flugzeug in deiner Nähe, Pelze, Schmuck und die größten Autos, die je gebaut wurden. Und schon wieder muss man sich nicht bewegen, der Chauffeur hält dir die Tür auf und fährt den Royce-Royce. Doch nun kannst du auch allen zeigen, dass du dich nicht bewegen brauchst, um zu leben. Ein gängiges Motiv der Freiheit?

Würdest du jeden Tag eine Party machen, Drogen in dich reinpumpen dass die Welt ganz anders wahrgenommen wird? Ist der Rausch lebenswert? Tanzende Menschen um dich herum? Versteh mich nicht falsch – Party und Drogen müssen nicht zusammengehören. Aber wäre es nicht schön, sich jederzeit der Musik hinzugeben?

Würdest du alles sagen und schreiben, was dir in den Sinn kommt? Du dürftest jeden Menschen beleidigen, wie es dir passt. Du hast die Macht! Alles, was du denkst, darf gedruckt und verbreitet werden, du bist frei von all den Zwängen, die einem täglich begegnen.

Oder alles zusammen! Auf der Welt rumreisen, Partys, Konsum, beste Speisen. Sich um nichts Gedanken machen müssen – da wo du bist, wird Frieden herrschen.

Was ich aus diesen Aufzählungen sehen kann ist, dass ein Freiheitsgedanke stark damit verbunden ist, nicht zu arbeiten. Arbeit, wenn überhaupt, darf dann nur Spaß machen und ist eher ein Hobby. Die Freiheit, sich selbst zu verwirklichen. Man möchte gern selbst entscheiden, was zu tun und zu lassen ist. Keine Vorschriften, keine Gesetze.

Doch wir leben in einer Gesellschaft, wir teilen uns die Arbeit. Dies verlangt Rücksicht auf die Belange des anderen und damit automatisch auch Einschränkungen. Denn stell dir vor was wäre, wenn jedem die Welt gehören würde? Wer würde das Flugzeug fliegen, mit dem wir reisen wollen? Wer würde uns die Weintrauben in den Mund stopfen? Wie sollten wir uns einen Ferrari kaufen, wenn es keinen gibt, der ihn freiwillig bauen würde?

Nun, uns gehört wohl allen die Welt und dadurch eigentlich keinem. Freiheit findet nur in dem Rahmen statt, der nicht andere beeinträchtigt. Zudem müssen wir immer mit Neid, Eifersucht und dem Egoismus anderer rechnen. Wir selbst rechtfertigen damit unseren eigenen Egoismus und kommen damit sogar gut durchs Leben. Dies ist schließlich viel zu kurz, als dass wir uns allzu große Gedanken zur Nachhaltigkeit machen müssten.

Freiheit hin, Freiheit her. Ich mache sie mir immer wieder bewusst, denn schnell vergisst man, wie frei man eigentlich trotzdem ist. Man gewöhnt sich nämlich dran und vergisst es zu schätzen. Nicht? Der der aus dem Gefängnis kommt hat oft eine bessere Laune als der, der schon immer draußen war. Seltsam, oder?

 

Was ist Glück? April 12, 2009

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Vor einiger Zeit – lassen wir es mal 3 Jahre sein – da habe ich mir ein paar Gedanken zum Thema “Glück” gemacht. Hier ist der Original-Text:

Abhandlung über das Glück

Was ist Glück? Ist es das Glück, das man gehabt hat, wenn man gerade noch den Zug erwischt hat oder das, wenn man einfach nicht krank wird? Hat man Glück wenn man glücklich ist oder sollte man eigentlich schon glücklich sein, dass man so leben kann, wie man lebt? Ist es das erstrebenswerteste, glücklich zu sein oder verlässt man sich lieber auf sein Glück? Verlasse ich mich manchmal zu sehr auf mein Glück, provoziere es gar?

Kann man Glück provozieren? Ist es ein Ding, ein Gebilde welches sich manifestiert, etwas, das dann einfach da ist? Eine Glückssträhne, die man hat – man kann sich auf den folgenden Erfolg verlassen, auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist. Ist Glück also das, was gegen die Wahrscheinlichkeit spricht? Wenn die Wahrscheinlichkeit geringer ist als die des Pechs? Mathematisch gesehen hat man Glück bei einer Wahrscheinlichkeit des Gewollten unter 50 %. Ist Glück berechenbar? Kann man es einberechnen? Doch wenn ich ein Geldstück auf dem Boden finde, hab ich dann nicht auch Glück gehabt – ganz ohne es einberechnet zu haben? Und wenn es ein Einer ist, bringt der nicht auch noch Glück?

Wünsche ich mir nicht immer Glück? Wünschen mir nicht immer alle Glück – besonders an meinem Geburtstag? Und freut man sich nicht, einen Schornsteinfeger zu sehen, ein vierblättriges Kleeblatt zu finden? Da kommen noch rosa Schweinchen hinzu, Fliegenpilze, auf Holz klopfen, über die Schulter spucken, Hufeisen, Marienkäfer usw.

Ja, Glück haben, im Sinne von etwas seltenem begegnen und sich daran erfreuen findet schnell wieder zu dem Zustand, dessen Eintreffen wir uns dann erwünschen: Glückseligkeit.

Wir wollen zufrieden sein, uns wohl fühlen, keinen Kummer haben. Kleine und große Dinge sollen uns dabei helfen. Und wer glücklich ist, vergisst auch die anderen Sorgen, wenn auch nur für einen Augenblick – und so manch einer sagt, dass darin der Sinn des Lebens besteht.

Also streben wir nach dem Glück, suchen uns eine geeignete Definition, um auch das Ziel erreichen zu können, erfreuen uns auch an den Zwischenergebnissen und wollen nach dem Ableben glücklich über das sein, was wir bis dahin vollbracht haben.

Ich hoffe, dass dann das Glück die Mehrheit ausmacht.

 

Die Gegenüberstellung April 11, 2009

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Das Leben trottet seinen “gewöhnlichen” Weg. Wobei das bedeutet, dass jeder Tag anders ist. Nun ja, der Mensch gewöhnt sich an alles, auch an das Ungewohnte. Genug Gelaber. Letztes Wochenende ist mir was passiert, was mich nachträglich zum Nachdenken gebracht hat – oder äh, zur Andacht.

Es war Sonntag. In irgendeiner Kleinstadt Deutschlands. Ich ging mit ziemlich viel Gepäck durch eine der vielen schmalen Gassen zwischen Fachwerkhäusern. Rucksack, Tasche, Koffer, Beutel und noch umständlich ein Jackett dazwischen. Da kam sie mir entgegen. Eine Prozession! Eine Horde Messdiener, in ihrer sicheren Mitte ein Pfarrer und dahinter zwei Esel mit allerlei Schmuck und im Gefolge hunderte Menschen, bewaffnet mit allerlei Grünzeug. Doch was nun? Die Gasse war zu schmal für uns. Durch meinen Kopf schoss sofort der Gedanke “die Prozession oder ich”. ich gegen die Kirche, gegen den Glauben. Der Kampf gegen Gott, gegen das Christentum und gegen die Ungewissheit des Todes, der Unendlichkeit und der letzten Rätsel der Wissenschaft. Doch bevor der Kampf ausgetragen werden konnte, schaffte ich es noch rechtzeitig in eine Seitengasse und führte meine Weg fort, ohne dem Geschehen noch nachzusehen. Vielleicht aus Scham, vielleicht aus Gleichgültigkeit. Vielleicht werde ich später mal darüber nachdenken, warum es überhaupt dazu kommen konnte. Eins konnte ich zumindest herausfinden: es war Palmsonntag.

 

Elefant & Snickers März 9, 2009

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Ja, ich weiß, ich bin ein fauler Blogger. Und besonders informativ bin ich auch nicht. Ungern fange ich Dialoge an – doch gibt man mir ein Thema, dann bin ich nicht mehr zu bremsen.
Diesmal will ich aber wieder was schreiben. Nicht über Weihnachten, nicht über Silvester, was ich in Madrid gefeiert habe und auch nichts über die viele Arbeit in Interaktive Medien, die immer noch so interessant ist. Nein, darüber wollte ich schreiben, dass ist aber auf der Strecke geblieben und nun nicht mehr aktuell. Ich will über einen Elefanten schreiben. Und über Snickers.

Im Januar verlor ich wenig Zeit, mich mit meiner neuen Aufgabe zu beschäftigen: einen Werbespot an Land zu ziehen. Für mein Diplom soll gleich 3 produzieren, sogar recht aufwändig, sonst bin ich das Zeugnis nicht wert. Na gut, dachte ich mir, dann mal los! Die Sparkasse sollte es werden. Ein Werbespot fürs heimische Kino. Klingt gut, ist gut! Ist mehr als ich anfangs dachte. Denn aus der kleinen Idee wuchs eine beachtliche Geschichte, und als dann das 20-köpfige Team mit über 30 Komparsen die ganze Kreissparkasse auf den Kopf stelle war mir klar, dass Werbung machen völlig anders ist, als man sich beim Schauen denken mag.

Und dann kam der Elefant. Der Elefant in der Sparkasse. Leute, dass müsst ihr sehen – es ist zum schreien! Geschrien hat auch jemand, nämlich der Schauspieler, der einen Marketingmanager mimte, der seltsame Verbesserungsvorschläge einführen will. Daher auch der Elefant. Doch das Schreien wurde letztlich nicht als solches aufgenommen. Der Ton war zu leiste eingestellt. Nun entscheidet sich in der Postproduktion, ob nachsynchronisiert werden muss oder ob sich das Rauschen beim Hochpegeln in Grenzen hält.

Alles verstanden? Wenn nicht, auch nicht schlimm. Dem Elefanten geht es wieder gut, am Dienstag war er im Kasten und nun hoffen wir, dass der Vorstand mit uns einer Meinung ist: dass der Spot super ist! 8 andere Regisseure hoffen das jedoch auch, also bleibt es spannend.

Weniger Spannung kommt auf, wenn kein Konkurrenzdruck seine Runden zieht. So auch beim nächsten Werbespot, den ich produzieren möchte. Er handelt von der Speise, die ich am liebsten verdrücke: Snickers. Geld werde die dafür bestimmt nicht geben, doch die Hoffnung stirbt zuletzt und vielleicht sieht dieser Vorstand schnell ein, dass sie diesen Spot brauchen. Immerhin ist es ein Schnäppchen für die, ihn zu bekommen. Und dann auch noch von jungen Profis mit viel Liebe zubereitet … das muss doch klappen! Diese Woche verschaffe mir jedenfalls Gewissheit. Und wenn ich nicht mehr so faul bin, dann wird das Ergebnis auch hier veröffentlicht. Ciao

 

Weihnachtszeit, bring mir Gnade! Dezember 11, 2008

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O du fröhliche … Ja, fröhlich bringt es gerade auf den Punkt. Die Fröhlichkeit ist etwas zerbrechliches, schnell vergehendes. Morgen kann es schon vorbei sein … doch heute, heute geht alles ganz gut.

Die Weihnachtszeit, Advent, das jährliche Grübeln. Ich wollte fast in diesen Blog schreiben, was für tolle Weihnachtsgeschenke ich machen möchte, doch das geht aus zweierlei Gründen nicht.
1. Die Überraschung wäre verdorben.
2. Ich muss mich selbst noch mit Ideen überraschen.

Ich habe dieses Jahr schon so viel geschenkt, dass man eigentlich diesen Geschenkewahn ignorieren sollte. Auf der anderen Seite kommt der Druck auf, dass Weihnachten mit dem “Geschenk aller Geschenke” die eigene Kreativität krönen muss. Innerer Druck baut sich auf, die Freude bei der Bescherung soll ja nicht vom Beschenkten gespielt sein, sondern echt sein. Und mein Geschenk-Verhalten geht in die Richtung, dass ich gekaufte Freuden fast schon verdammt habe. Doch Selbstgebasteltes kann auch nicht immer wie eine Bombe einschlagen. Was liegt also dazwischen? Und wann in aller Welt wird es in die Tat umgesetzt? Genug der Klage, jetzt sind die vielen anderen Projekte dran, die bis Weihnachten erledigt sein wollen: Ein Dokumentarfilm, eine Semesterarbeit und weitere Festivalteilnahmen mit einem derzeit erfolgreichen Filmchen.

Wie gesagt: O du fröhliche!

 

Silvesterplanung Oktober 26, 2008

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Wann plant man Silvester? In der Regel habe ich sowas immer erst einen Tag vorher ober wenige Stunden vorher gemacht. Da kann es aber auch passieren, dass man mit Freunden nachts durch die Gegend fährt, von einer schlechten Party zur nächsten, um dann letztlich doch dort zu landen, wo man die Jahre zuvor gefeiert hat: auf dem Marktplatz in der alten Heimat.Oder man sitzt mit lauter Langeweilern an einem Tisch, isst irgendwas pseudo-festliches und geht dann um zwölf raus um anderen beim Böller zuzusehen. Dann war ich mal auf einer kleinen Fete, wo kleine weiße Fäden in die Nase gezogen wurden – dem Neujahr zuliebe. Ich sah darin keinen Sinn und kümmerte mich lieber um meine Böller. Denn die hatte ich wieder dabei. Das Silvester danach, ich glaube 2006/2007 war dann wieder so ein Mischmasch aus Partys von mehr oder weniger erwachsenen Bekannten und ich war froh, dass ich ein Jahr später genauer wusste, was ich Silvester mache. Da haben sich nach Jahren wieder mal alle an einem Fleck versammelt. Wenn dann noch die besten Freunde um einen versammelt sind, dann kann das neue Jahr gern kommen.

Dieses Jahr ist auch wieder rechtzeitig geplant, auch wenns immernoch ungewohnt ist, sich jetzt schon gedanken darüber zu machen. Aber dann bleibt auch ne Menge Grübeln erspart. Zudem kann ich nun jedem der fragt mit Stolz verkünden, dass mein Jahreswechsel in Madrid stattfinden wird. Der Flug wurde heute gebucht. Eine Woche entspannen und die Stadt samt Umland erkunden. Und die Temperaturen dort sind dann die gleichen wir hier jetzt. Toll, ne?

 

Motivationstraining August 14, 2008

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Tschakka!! Oder chaka? Öhm … ich konnte nicht herausfinden, wie das eigentlich geschrieben wird. Und wie soll ich mich jetzt motivieren? Muss ich das? Ja, ich muss. Es ist zwar jetzt schon spät am Abend, aber ein wenig muss ich heut noch schaffen, denn sonst kann ich vor schlechtem Gewissen nicht einschlafen. Oder ich sag mir “aber morgen legst du los!” Doch morgen ist bereits Freitag und danach ist bekanntlich Wochenende, was einen schmerzhaft daran erinnert, dass wieder eine Woche rum ist. Ruckzuck!

Ist das nicht schlimm, wie schnell Zeit vergehen kann, wenn man nix macht? Und ist es nicht genauso ein Phänomen, dass schwierige Arbeit sich gern in die Länge zieht und der Tag will und will nicht zu Ende gehen? Und kurz vor Deadline ist plötzlich jede Sekunde mit Gold aufzuwiegen. Klar, alles Psyche, aber wie gemein, was für ein Spiel sie mit uns treibt.

Mir ging heute der simple Gedanke durch den Kopf, dass wenn ich einfach mal MACHEN würde, was ich soll, dann wäre ich sehr erfolgreich. Sag mal, WILL ich das nicht werden oder warum kriege ich den Arsch nicht hoch? Oder bin ich überfordert? Nein … jede einzelne Sache ist nicht schwer zu bewältigen. Die Masse ist es, die alles zusammen genommen ergibt. Aber ich muss ja nicht alles gleichzeitig erledigen! (auch wenn manches seit vorgestern erledigt sein sollte …)

Was rede ich da? Ich nehm jetzt meinen Kalender, trage einen netten Zeitplan ein und dann werd ich alles brav hintereinander erledigen. Schritt für Schritt. Ein Haken nach dem anderen. Ich fange gleich morgen früh damit an …

 

Wie die Zeit vergeht … Juli 15, 2008

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… Also das ist wirklich erstaunlich! Am 22. April habe ich den letzten Eintrag geschrieben und mich danach nur “ein bisschen” mit einem Film beschäftigt – und schon vergehen 2,5 Monate! Na gut, in der Zwischenzeit war ich nicht unfleißig und habe einen Kurzfilm produziert.
Der ist auch soweit ganz nett geworden … und teuer, denn die Ansprüche des Team waren sehr hoch. Ich war so dumm und wollte auch noch allen gerecht werden, weswegen ich nun auf Sponsoren angewiesen bin, die diesen Film nachträglich finanzieren. Doch wenn der Schnitt weiterhin so gut läuft, dann kann man auf ein weiteres kleines Schätzchen hoffen, dass auf Festivals laufen kann. Professionell siehts eh aus!
Und nun? Das bekannte Loch in das man hinein fällt, nachdem man eine Woche nie mehr als 4 Stunden Schlaf pro Tag hatte. Ausgepowert, outburned und was weiß ich für Anglizismen. Meine ToDo-Liste ist mit ca. 50 Punkte noch gut genährt, wären sich in meinem Kühlschrank Freiflächen formen. Ich schlafe zu lang, bin müde tageintagaus und das Chaos auf meinem Schreibtisch ist fast schon legendär. Fazit:

Ich brauche URLAUB!

Leichter gesagt als getan. Neben dem Film, verschiedenen Auswertungen, Steuerbescheid usw. steht als nächstes Event die Sommerparty der Filmakademie an. Rate mal, wer die organisiert! Weitere Sponsoren müssen her und das Poster gestaltet sich seltsamerweise nicht von selbst. Macht ja nix, dafür bin ich ja da. Ja, ich freue mich wirklich auf den Urlaub. Dann geht es zwar “nur” in die gute alte Heimat, aber da die bekanntlich sehr sehr schön ist, ist mir das Urlaub genug. Wenn auch nur für eine Woche.

Und da die Zeit ja so schnell vergeht, ist es bis zum Urlaub nicht weit … ja … und lang wird er wohl auch nicht dauern. Mist!

 

Die Arbeit von der Seele geschrieben April 22, 2008

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Arbeit! Arbeit! Arbeit! Während so manch einer keine hat, habe ich zuviel. Und was haben wir gemeinsam? Ja, wir werden auch nicht bezahlt. Heute habe ich die Schlüssel meiner bisherigen Geldeinnahmequelle abgegeben: die Schlüssel zum Requisitenlager. Der Prozess war recht simpel, aber dahinter steckte viel, denn ich habe den Job gern gemacht. Klar, Studium ist wichtiger, soll ja ein großer Filmemacher aus mir werden – aber auch so kleine Jobs gehören zum Leben und ich will nicht in Arroganz verfallen und ihn abwerten. Es hat Spaß gemacht. Und irgendwie war es auch nützlich, denn so lernte ich die meisten Studenten an der Filmakademie kennen. Ich hoffe, ich bleibe in positiver Erinnerung.

Ebenso schwierig ist die Auftragslage in meiner Werbegrafik-Abteilung. Mein anderer Arbeitgeber hat einen Sparkurs eingeschlagen und sieht von weiteren Flyern ab. Okay … damit ist meine Verdienstquelle versiegt. Nullkommanix. Doch wie es nicht anders sein kann: es gibt immernoch genug zu tun. So viel, dass ich mich nichtmal um einen Job kümmern kann. Eine Falle.

Da wäre einmal das Monatsprojekt “Game Design”. Hier bin ich mit 3 Kommilitonen dabei, ein Brettspiel zu entwickeln. Anfang Mai sollen wir einen gut funktionierenden Prototypen vorstellen, mit dem man sich bei Spieleherstellern bewerben könnte. Mit dem Holz, welches ich heute im Baumarkt gekauft und geschenkt bekommen habe, werde ich morgen ein paar Gegenstände basteln, die für das Spiel geeignet sind. Mehr wird nicht verraten.

Und wie es an einer Filmakademie so ist: hier entstehen Filme. Und das jährliche Festival steht an. Das muss auch noch organisiert werden. Einige Fäden laufen derzeit bei mir zusammen, was die Sache nicht leichter macht. Zum einen die Hauptveranstaltung, von der ich die DVD samt Menü, Booklet usw. gestalte und zum anderen die Parallelveranstaltung, die ich derzeit koordiniere. Gut, dass ich noch einen Monat Luft habe … für die Koordination – die DVD sollte längst fertig sein.

Was klage ich, schließlich müssen noch genug andere Dinge erledigt werden: mein Mieter will den neuen Vertrag und eine Abrechnung, die WG will ordentlich organisiert und eingerichtet werden, Fernstudium, Geburtstagsfeier, diverse Projektabschlüsse, DVD-Designs usw. usf. es gibt viel zu tun. Möglichst bis Donnerstag oder gestern, wie immer.

Soweit der Stand der Dinge. Packen wir es an. Vielleicht kann ich meinen Enkeln dann davon erzählen. Ciao

 

Das Leben ist eins der härtesten … April 3, 2008

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… oder: Warum man sich mit 30 so alleine fühlt.

Leicht war es nicht – dauernd dran denken, dass man 30 wird. Die Ablenkung fiel auch noch schwer: ARG – Alternate Reality Game, das März Projekt mit Location Based Content. Das Projekt wurde abgenommen und als Note bekamen wir Φ … Ehrlich! Mehr als dieser griechische Buchstabe stand nicht auf dem Zettel. Finds heraus!

Mit diesem Geschenk gings am Freitag danach in die Heimat. Fritzlar! Und dort feierte ich meinen 30. Geburtstag rein. Wie und wo darf ich gar nicht sagen, aber eins ist sicher: es war sehr sehr schön. Von den 23 Stunden, die der 30.03. gedauert hatte, feierte ich ca. 25 Stunden. Man wird nur einmal 30 – ja, auch nur einmal 21 oder so, aber ein Jahrzehntwechsel ist das doch schon etwas besonderes. Vor allem, wenn plötzlich “die Gesellschaft” vorschreibt, wie man sich in diesem Alter in ihr zu verhalten hat. Mir letztlich egal, meine innere Uhr tickt anders.

Unabhängig von der inneren Uhr sagte die äußere dass das Semester wieder anfängt. Also hatte ich auch am Montag wieder Unterricht. Da Leute von der UFA da waren wurde ich auch fast nicht müde. Der Hammer der Woche war aber, dass die Filmakademie sich vorgenommen hat, keine Mahnungen rauszuschicken, sollte man die Studiengebühren nicht rechtzeitig bezahlt haben. Witzigerweise dachten einige Leute, sie hätten rechtzeitig bezahlt! Und niemand wusste, wie hoch diese Gebühren sind. 20 € sollen es sein, doch leider liegt dieser Betrag weit über den Aufwandskosten, die normalerweise nur in Rechnung gestellt werden dürfen. Eine verzwickte Angelegenheit, zumal damit gedroht wird, zu exmatrikulieren, sollte das Geld nicht bezahlt werden. Doch es wurden keine Mahnungen rausgeschickt. Seltsam seltsam – und diplomatisch schon lange nicht mehr. Nun, wir werden sehen.

Heute regnet es. Da passt ja alles zusammen. Vor allem zu meiner Stimmung, die weitere Faktoren und Leute beeinflusst wurde. Auch wenn diesem Tag heute morgen die Chance gegeben hätte, der schönste meines Lebens zu werden … er ist es nicht geworden, sondern tummelt sich am unteren Rand herum.

Hoffentlich nicht mehr lange. Ciao